# Wartungsvertrag für Websites: Inhalt, SLA und Kosten

> Ein Wartungsvertrag für eine Website sollte Updates von CMS, Plugins und PHP, geprüfte Backups mit Wiederherstellungstest, Sicherheitsüberwachung, klare Reaktionszeiten und ein festes Stundenkontingent für kleine Änderungen enthalten. Achte auf den Unterschied zwischen Reaktions- und Behebungszeit, auf monatliche Berichte und darauf, dass du jederzeit selbst Zugriff auf Code, Server und Backups hast.

- URL: https://agenturbewertung.de/zusammenarbeit/wartungsvertrag-website/
- Sprache: de
- Aktualisiert: 2026-10-19
- Herausgeber: Agenturbewertung (OnlineBuilders LLC, https://onlinebuilders.biz)

Am 31. Dezember 2026 endet der Sicherheitssupport für PHP 8.2. Danach gibt es für diese Version keine Sicherheitsupdates mehr, auch nicht für kritische Lücken. Wie viele Websites dann noch darauf laufen, weiß niemand genau. Sicher ist: Jede davon braucht vorher ein Update, und bei älteren Themes und Plugins ist das selten ein Klick.

Genau für solche Termine gibt es Wartungsverträge. Der Vertrag selbst ist allerdings oft das Problem. „Laufende Wartung und Pflege, 149 Euro im Monat“ sagt nichts darüber, was die Agentur tatsächlich tut.

## Was in einen Wartungsvertrag gehört

**Leistungen, die im Vertrag konkret stehen sollten**

- [ ] Updates von CMS, Themes und Plugins: Häufigkeit und Vorgehen bei Sicherheitsupdates
- [ ] Updates der Serversoftware, vor allem der PHP-Version, mit Test vor dem Umstieg
- [ ] Backups: Häufigkeit, Speicherort außerhalb des Servers, Aufbewahrungsdauer
- [ ] **Wiederherstellungstest** mindestens einmal im Jahr, dokumentiert
- [ ] Überwachung der Erreichbarkeit mit Alarm
- [ ] Sicherheitsüberwachung: Malware-Scans, Login-Schutz, Prüfung verdächtiger Änderungen
- [ ] Reaktionszeiten nach Schweregrad, getrennt von Behebungszeiten
- [ ] Stundenkontingent für kleine Änderungen, mit Regel für ungenutzte Stunden
- [ ] Monatlicher Bericht: was wurde aktualisiert, was ist aufgefallen
- [ ] Zugriff für dich auf Code, Server und Backups zu jeder Zeit

Der wichtigste Punkt steht in der Mitte: der Wiederherstellungstest. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Hoffnung. Manchmal zeigt sich erst im Ernstfall, dass die Datenbank fehlt oder die hochgeladenen Bilder nicht mitgesichert wurden.

## PHP, WordPress und die Versionen, die zählen

Bei WordPress-Websites hängt viel an der PHP-Version des Servers. WordPress empfiehlt laut seinen [offiziellen Anforderungen](https://wordpress.org/about/requirements/) derzeit PHP 8.3 oder neuer sowie MariaDB 10.11 oder MySQL 8.0 oder neuer. Die Supportzeiträume von PHP selbst veröffentlicht das Projekt auf [php.net](https://www.php.net/supported-versions.php):

**Ende des Sicherheitssupports der aktuellen PHP-Versionen**

- **31. Dez. 2026:** PHP **8.2**: keine Sicherheitsupdates mehr
- **31. Dez. 2027:** PHP **8.3**: Ende des Sicherheitssupports
- **31. Dez. 2028:** PHP **8.4**: Ende des Sicherheitssupports
- **31. Dez. 2029:** PHP **8.5**: Ende des Sicherheitssupports

Quelle: php.net, Supported Versions (Stand Oktober 2026)

Ein guter Wartungsvertrag plant solche Umstiege ein. Frag deine Agentur, auf welcher PHP-Version deine Website heute läuft und wann sie auf 8.3 oder 8.4 umzieht. Wenn die Antwort zögerlich kommt, weißt du, wo du stehst.

Ein PHP-Umstieg ist meistens kein großes Projekt, kann aber Plugins oder ein altes Theme brechen. Deshalb gehört er auf ein Testsystem, bevor er live geht. Ob das im Pauschalpreis enthalten ist oder extra kostet, sollte im Vertrag stehen.

## Automatische Updates: bequem, aber nicht ohne Risiko

WordPress und viele andere Systeme können Updates selbstständig einspielen. Das ist besser als gar keine Updates. Es ersetzt aber keine Wartung, denn niemand prüft danach, ob das Kontaktformular noch funktioniert, der Warenkorb rechnet und das Layout auf dem Smartphone hält.

Ein vernünftiges Vorgehen kombiniert beides. Sicherheitsupdates laufen automatisch und sofort, weil hier jede Stunde zählt. Größere Updates von Plugins und Themes spielt die Agentur zuerst auf einer Kopie der Website ein, testet die wichtigsten Abläufe und übernimmt sie dann ins Live-System. Frag nach, ob es diese Kopie gibt. Ohne Testsystem wird am offenen Herzen operiert.

## Was nicht in die Wartung gehört

Wartung erhält den Zustand. Sie verbessert ihn nicht. Neue Funktionen, ein neues Seitenlayout oder die Anbindung eines weiteren Tools sind Weiterentwicklung. Sie werden separat beauftragt oder aus dem Stundenkontingent bezahlt. Auch Inhaltspflege, also neue Texte, Bilder und Produkte einstellen, ist eine eigene Leistung.

Das ist kein Problem, solange beide Seiten es wissen. Ärger entsteht, wenn der Kunde glaubt, mit 149 Euro im Monat sei „alles drin“, und die Agentur jede kleine Textänderung extra berechnet. Ein Satz im Vertrag, der Wartung und Weiterentwicklung abgrenzt, verhindert genau diesen Streit.

## Reaktionszeit ist nicht Behebungszeit

Manche Verträge versprechen „Reaktion innerhalb von vier Stunden“. Das heißt meist: Innerhalb von vier Stunden schreibt jemand zurück, dass das Ticket angekommen ist. Wann das Problem gelöst ist, steht woanders oder gar nicht.

Unterscheide deshalb sauber:

| Schweregrad | Beispiel | Reaktionszeit | Ziel für Behebung oder Umgehung |
|---|---|---|---|
| Kritisch | Website nicht erreichbar, Shop nimmt keine Bestellungen an | 1 Stunde in Geschäftszeiten | 4 Stunden |
| Hoch | Kontaktformular verschickt keine Mails | 4 Stunden | 1 Werktag |
| Normal | Darstellungsfehler auf einer Unterseite | 1 Werktag | 5 Werktage |

Die Werte in der Tabelle sind Beispiele für eine mittelgroße Unternehmenswebsite, keine Norm. Ein Onlineshop mit hohem Umsatz braucht engere Zeiten, ein Blog weitere. Wichtig ist, dass beide Spalten im Vertrag stehen und die Geschäftszeiten definiert sind.

## Was eine Verfügbarkeitszusage wirklich bedeutet

Hosting- und Wartungsverträge nennen oft eine Verfügbarkeit, etwa 99,5 Prozent. Das klingt nach fast immer. Rechne es aus:

**Erlaubte Ausfallzeit bei 99,5 % Verfügbarkeit**

- Stunden pro Monat (365 × 24 ÷ 12): 730 h
- Erlaubter Ausfall: 0,5 %: 3,65 h pro Monat
- Über ein Jahr: 43,8 h
- **Bei 99,9 % stattdessen: rund 8,8 h pro Jahr**

Ob geplante Wartungsfenster mitzählen, regelt der jeweilige Vertrag. Prüfe, ob sie ausgenommen sind.

Fast zwei volle Tage Ausfall im Jahr sind bei 99,5 Prozent vertragsgemäß. Für eine Informationsseite ist das verkraftbar, für einen Shop vielleicht nicht. Achte außerdem darauf, was passiert, wenn die Zusage verfehlt wird. Ohne Gutschrift oder Sonderkündigungsrecht ist die Zahl wenig wert.

## Die rechtliche Seite

Ein Wartungsvertrag ist in der Regel ein Dienstvertrag oder ein Mischvertrag. Die Agentur schuldet die vereinbarten Tätigkeiten, nicht eine fehlerfreie Website. Umso wichtiger ist, dass die Tätigkeiten konkret beschrieben sind.

Unabhängig vom Vertrag bleibst du als Betreiber verantwortlich. Verarbeitet deine Website personenbezogene Daten, etwa über Formulare oder Kundenkonten, verlangt Art. 32 DSGVO angemessene technische und organisatorische Maßnahmen unter Berücksichtigung des Stands der Technik. Veraltete Software ohne Sicherheitsupdates ist damit schwer vereinbar. Der Wartungsvertrag ist eines der Mittel, mit denen du dieser Pflicht nachkommst. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO gehört dazu, wenn die Agentur Zugriff auf diese Daten hat.

## Was ein Wartungsvertrag kostet

Die Preise hängen vom Umfang ab. Eine faire Kalkulation lässt sich aus den Leistungen ableiten: Updates und Prüfung, Backup-Kontrolle, Bericht und ein Stundenkontingent. Setzt du für eine kleine WordPress-Website zwei bis drei Stunden im Monat an, liegt ein Shop mit vielen Erweiterungen deutlich darüber. Multipliziert mit dem Stundensatz der Agentur ergibt sich der Monatspreis. Wie du Stundensätze einordnest, steht unter [Agentur-Stundensatz](https://agenturbewertung.de/angebote-und-preise/agentur-stundensatz/).

Misstrauisch solltest du bei sehr niedrigen Pauschalen werden. Wer für 29 Euro im Monat „Rundum-Wartung“ anbietet, spielt bestenfalls automatische Updates ein, ohne zu testen. Das kann gut gehen. Bis ein Plugin-Update den Checkout zerlegt.

## Die Laufzeit und der Ausstieg

Achte auf Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung und Kündigungsfrist. Zwölf Monate mit monatlicher Kündigung danach sind ein fairer Rahmen. Wichtiger als die Laufzeit ist aber, dass du jederzeit gehen kannst, ohne von der Agentur abhängig zu sein. Dazu gehören Zugänge auf deinen Namen und Code in deinem Repository. Mehr dazu in [Rechte am Quellcode](https://agenturbewertung.de/zusammenarbeit/rechte-am-quellcode/) und [Agentur wechseln](https://agenturbewertung.de/zusammenarbeit/agentur-wechseln/).

Wer Betrieb und Hosting in einer Hand haben möchte, findet bei Anbietern mit eigenem Hosting oft Pakete, die Wartung einschließen, zum Beispiel beim [Hosting von OnlineBuilders](https://onlinebuilders.biz/solutions/hosting). Lass dir auch dort die Leistungen einzeln aufschlüsseln.

Dein nächster Schritt: Frag deine Agentur oder deinen Hoster heute, welche PHP-Version deine Website nutzt und wann zuletzt ein Backup testweise wiederhergestellt wurde. Zwei Fragen, und du weißt, ob dein Vertrag hält, was er verspricht.

## Häufige Fragen

### Brauche ich für eine kleine Website überhaupt einen Wartungsvertrag?

Wenn du Updates zuverlässig selbst einspielst und Backups prüfst, nicht unbedingt. Wer dafür im Alltag keine Zeit findet, fährt mit einem schlanken Vertrag nur für Updates und Backups meist günstiger als mit der Reparatur nach einem Hack.

### Ist ein Wartungsvertrag ein Dienst- oder Werkvertrag?

Meist ein Dienstvertrag oder ein Mischvertrag. Für die laufende Betreuung schuldet die Agentur die Tätigkeit, nicht einen bestimmten Erfolg. Einzelne Aufträge innerhalb des Vertrags, etwa eine neue Funktion, können Werkleistungen sein.

### Was passiert mit ungenutzten Stunden?

Das regelt der Vertrag. Manche Agenturen übertragen sie in den Folgemonat, andere lassen sie verfallen. Verfallende Stunden machen ein Kontingent bei schwankendem Bedarf schnell teurer als Einzelabrechnung.

### Wie lang sollte die Mindestlaufzeit sein?

Zwölf Monate sind für beide Seiten vertretbar, kürzer ist besser. Laufzeiten von 24 Monaten und mehr ohne genaue Leistungsbeschreibung sind ein Warnsignal. Achte auf automatische Verlängerung und die Kündigungsfrist dafür.

Foto: The National Archives (UK), CC BY 3.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:A_view_of_the_server_room_at_The_National_Archives.jpg)